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Begegnung mit Gästen aus Guatemala
Mut.Macht.Gesellschaft
Unsere Gäste aus Guatemala erzählen bei Workshops und Vorträgen, wie sie sich in ihrer Heimat für die Rechte der indigenen Mehrheitsbevölkerung einsetzen. Reservieren Sie jetzt einen Workshop-Termin im April bzw. im Ma! Guatemala

Armut und soziale Ungleichheit sind in allen Gesellschaften zu finden. Auch in Österreich wird darüber diskutiert, wie gerecht der Wohlstand verteilt ist. Gegenwärtig verfügt eine Minderheit über Geld und Vermögen im Überfluss. Zugleich haben immer mehr Menschen zu wenig für ein gutes Leben. Eigentlich sind aber doch genug Ressourcen für alle da – sie sind nur sehr ungleich verteilt. Es gilt also die Frage zu beantworten, was wir für ein Leben brauchen, was wirklich gut für alle ist.

Auch in Guatemala ist die Frage der gerechten Verteilung ein wichtiges Thema. In keinem anderen Land in Lateinamerika ist die Schere zwischen Arm und Reich so groß. Der größte Teil der natürlichen Ressourcen, des wirtschaftlichen Vermögens und der politischen Gestaltungsräume sind in der Hand einiger weniger Personen. Zudem sind die Folgen des 36 Jahre dauernden Bürgerkriegs bis heute spürbar: Ethnische Diskriminierungen, Menschenrechtsverletzungen und Gewalt sind auch 20 Jahre nach Unterzeichnung der Friedensverträge allgegenwärtig.

Besonders davon betroffen ist die indigene Mehrheitsbevölkerung, die das Land mit ihrer kulturellen und sprachlichen Vielfalt prägt. Das auf den ersten Blick beeindruckende Bild einer vermeintlich multikulturellen Gesellschaft hält jedoch bei einer näheren Betrachtung nicht stand. Zu offenkundig sind die sozialen Gegensätze sowie die wirtschaftliche und politische Ausgrenzung der indigenen Gemeinschaften. Trotz Repressalien seitens der staatlichen und wirtschaftlichen Eliten leisten sie gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen beharrlichen Widerstand.

Unsere Gäste aus Guatemala erzählen, wie sich in ihren Organisationen für ein würdiges Leben der benachteiligten Mehrheitsbevölkerung einsetzen. Sie fordern Mitspracherecht und Teilhabe an Bildung, Gesundheit, Justiz und Kultur. Sie schlagen alternative Wirtschaftssysteme vor, die die Umwelt schützen und zu einem guten Leben für alle Menschen beitragen. Sie inspirieren und machen Mut.

Wir laden Sie zu einer spannenden Begegnung ein, die Einblick in andere Lebenswelten gibt und doch auch Gemeinsames entdecken lässt.

Rosario No’j Xoyon

Rosario No’j Xoyon
Mariola Vicente Xiloj

Mariola Vicente Xiloj
Graz: 24. – 29. April 2017
silvia.miranda@welthaus.at

Klagenfurt: 1. – 6. Mai 2017
silvia.moedritscher@kath-kirche-kaernten.at

Linz: 8. – 13. Mai 2017
bettina.reiter@dioezese-linz.at

Ein erfülltes Leben für Frauen – dafür setzt sich Rosario No’j Xoyon> ein. Sie leitet Workshops zur Mediation von Konflikten in Gemeinden. Um den Teufelskreis der Gewalt zu durchbrechen, muss gemeinsam umgedacht und gehandelt werden. Bildung ist für junge indigene Frauen ein Weg, um ihren Lebensweg selbst zu bestimmen. Beratung und Begleitung zur Bewältigung von Gewalterfahrungen und die gleichzeitige Stärkung durch den Rückhalt der Gruppe und das Reflektieren des eigenen Lebensprojekts ergänzen ihre Arbeit. Rosario No‘j lebt in Guatemala Stadt und arbeitet für MIRIAM, eine Organisation zur Förderung der Aus- und Weiterbildung von indigenen Frauen. Sie studiert Archäologie.
MIRIAM ist u.a. Partnerin von HORIZONT3000, der Katholischen Frauenbewegung, der Dreikönigsaktion, SOL und der Erklärung von Graz/ EvG sowie des Weltgebetstags für Frauen

Für ein würdiges Leben und Respekt für die Maya-Völker arbeitet Mariola Vicente Xiloj. Als Sozialpsychologin weiß sie um die Wunden, die der Bürgerkrieg hinterlassen hat. Ihre Aufgabe ist es, das Bewusstsein für Ungleichheit, Gewalt und die durch Megaprojekte verursachten Konflikte vor allem bei Jugendlichen und Frauen zu schärfen. Nur so kann dem gängigen Wirtschaftsmodell etwas entgegengehalten werden, durch gemeinsame Aktionen zur Erhaltung und Verbesserung der Lebensumstände in den ländlichen Gebieten. Fundación Tierra Nuestra (FTN), eine Partnerorganisation von Welthaus Graz und der Dreikönigsaktion, vernetzt Organisationen auf Gemeinde-Ebene. Mariola Vicente lebt in Quetzaltenango und ist in der FTN für die Förderung von Frauen und Jugendlichen zuständig.
FTN ist Partnerorganisation von Welthaus Graz und der Dreikönigsaktion

Hilda Elizabeth Cabrera López

Hilda Elizabeth Cabrera López
Elvis Santiago Morales Sican

Elvis Santiago Morales Sican
Wien: 24. – 30. April 2017
m.mueller-schoeffmann@edw.or.at

St. Pölten: 1. – 6. Mai 2017
m.spritzendorfer-ehrenhauser@kirche.at

Innsbruck: 8. – 13. Mai 2017
sibylle.auer@dibk.at

Ein erfülltes Leben für Frauen – dafür setzt sich Hilda Elizabeth Cabrera López ein. Sie leitet Workshops zur Mediation von Konflikten in Gemeinden. Um den Teufelskreis der Gewalt zu durchbrechen, muss gemeinsam umgedacht und gehandelt werden. Bildung ist für junge indigene Frauen ein Weg, um ihren Lebensweg selbst zu bestimmen. Beratung und Begleitung zur Bewältigung von Gewalterfahrungen und die gleichzeitige Stärkung durch den Rückhalt der Gruppe und das Reflektieren des eigenen Lebensprojekts ergänzen ihre Arbeit. Rosario No‘j lebt in Guatemala Stadt und arbeitet für MIRIAM, eine Organisation zur Förderung der Aus- und Weiterbildung von indigenen Frauen. Sie ist Soziologin und war selbst Stipendiatin von MIRIAM.
MIRIAM ist u.a. Partnerin von HORIZONT3000, der Katholischen Frauenbewegung, der Dreikönigsaktion, SOL und der Erklärung von Graz/ EvG sowie des Weltgebetstags für Frauen.

Elvis Santiago Morales Sican aus San Lucas Tolimán in Guatemala ist für die Beratung und Begleitung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zuständig. Als Agraringenieur ist er überzeugt, dass der Erhalt alten Wissens und traditioneller Praktiken in der Landwirtschaft eine Lösung für die anhaltende Armut und Unterernährung am Land ist. „Denn“, so Elvis Morales, „wir wurden geschaffen um glücklich zu sein.“ Das „Bauern- und Bäuerinnen-Komitee des Hochlands“, kurz CCDA, ist Vorreiter der Biolandwirtschaft und des Ökotourismus in der Region. Von Kursen in ökologischer und biodynamischer Landwirtschaft bis hin zum Widerstand gegen die aktuelle Bergbau-Politik basieren alle Themen der Organisation auf dem Konzept des Guten Lebens „Utz K’aslemal“.
Das CCDA ist Partnerorganisation von HORIZONT3000 und der Dreikönigsaktion.

Vorbereitungsmaterial zum Download
 


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