Gäste aus aus Uganda | 2016

Wenn Müll sich nützlich macht …

Unsere Gäste aus Uganda – Josephine Lubyayi und Andrew Ogwal bzw. Lucian Ichodu und Francis Ssekalegga – erzählten bei Workshops und Vorträgen im April 2016, wie sie durch nachhaltige Landwirtschaft und pädagogische Arbeit kreative Antworten auf die wachsenden Müllberge und die Umweltzerstörung in ihrem Heimatland gefunden haben: Von der Mini-Biogasanlage über Maisbriketts bis zu Kochtöpfen aus Metallresten…

Hippe Taschen aus alten Planen, ausrangierte Fahrräder, die sorgfältig restauriert zu gefragten Unikaten werden, trendige Designermode aus Stoffresten: Der Boom von Shops und Initiativen, die sich dem „Upcycling“ verschrieben haben, ist hierzulande kaum zu übersehen. „Wiederverwenden statt Wegwerfen“ lautet die Devise – und trägt nicht nur zur Schonung von Ressourcen und Vermeidung von Abfällen bei, sondern schafft auch Arbeitsplätze. Immer mehr Menschen entdecken wieder neu, was früher selbstverständlich war: Vieles muss nicht in der Mülltonne landen, wenn man nur ein bisschen kreativ ist.

Auch in Uganda beschäftigt der zunehmende Müll die Menschen. In den ländlichen Regionen wartet man oft vergeblich darauf, dass der Abfall abgeholt wird. In den schnell wachsenden Städten ist Müll allgegenwärtig und bedeutet auch eine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung. Aber auch hier finden Menschen darauf kreative Antworten. Der Müll in den Städten, der Mist auf dem Land kann auch nützlich sein, wenn er sinnvoll verwertet wird. So können Plastikberge und Komposthaufen neue Einkommensquellen schaffen und die Ernährungssituation der Menschen verbessern.

Workshops mit Schulklassen, Vorträge und Besuche bei spannenden Inititativen in Österreich boten die Gelegenheit, sich mit unseren Gästen auszutauschen, Gemeinsames zu entdecken und sich von ihrem Tatendrang und ihren Ideen inspirieren zu lassen.